Zoff bei Kassenärzten – Ruf nach Staatsanwaltschaft

F.A.Z.: Chef der Kassenärzte ruft Staatsanwaltschaft um Hilfe. Grund sind vertrauliche Briefe und Personaldokumente aus der KBV, die in der gesundheitspolitischen Szene in Umlauf sind. Es gebe „offensichtlich Datenleaks“.

In den seit Wochen schwelenden Konflikt um die Führungsspitze der 160.000 deutschen Kassenärzte soll sich jetzt auch die Staatsanwaltschaft einschalten. Der mit Rücktrittsforderungen konfrontierte Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat bei der Berliner Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt gestellt.

Grund sind vertrauliche Briefe und Personaldokumente aus der KBV, die in der gesundheitspolitischen Szene in Umlauf sind. Es gebe „offensichtlich Datenleaks“ und „schwere Verstöße gegen den Datenschutz“ in der eigenen Organisation, sagte Gassen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Donnerstagausgabe). Diese müssten aufgeklärt werden. Am kommenden Montag wollen die gewählten Vertreter der Kassenärzte das weitere Vorgehen beraten. Es werden Abwahlanträge gegen beide KBV-Vorstände erwartet, denen unter anderem illoyales Verhalten vorgeworfen wird, was diese aber in Abrede stellen.

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